Das Nein zum Bundestrojaner

Das Bundesverfassungsgericht hat den bisherigen Ideen der Bundesregierung einen Riegel vorgeschoben, Computer hierzulande ausforschen zu dürfen auf der Suche nach Straftätern – und bei unbeteiligten Personen aus dem Umfeld der Zielpersonen gleich mit.
Eine andere Geschichte: Anfang des Monats hat die Süddeutsche Zeitung gemeldet, dass sie im Besitz von elf Millionen geleakten Dokumenten der Steuerbetrüger-Anwaltskanzlei Mossack Fonseca ist, den sogenannten „Panama Papers“.
Und eine dritte Geschichte: Anfang des Jahres erreichte uns der Aufreger, dass das FBI Zugriff auf iPhones bekommen könnte (oder zumindest wolle), um Straftäter dingfest zu machen.

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Neuer http-Statuscode 451 – unavailable for legal reasons

Es gibt nun also auch im WWW einen offiziellen Fehlercode für Inhalte, die aus rechtlichen Gründen nicht angezeigt werden dürfen. Er kann das früher übliche und nicht weiter qualifizierte „unavailable“ ersetzen. Warum die Zahl 451? Passend zur Weihnachstzeit verbindet sich das mit einer literarischen Legende, denn auch Techies lieben Märchen. Erklärungen dazu: Technisch bei Heise, feuilletonistisch incl. Abhandlung über den bzw. die Flammpunkt(e) von Papier bei der Süddeutschen Zeitung, Original-Draft bei der IETF – oder zu Weihnachten wieder mal Fahrenheit 451 lesen oder Truffauts Verfilmung angucken – hier nicht verlinkt, das gäbe wohl auch ein 451.

Krass: Digitalradio endlich im Alltag angekommen!

Im Ernst? Wo? In Ihrer Küche? In Ihrer Stammkneipe? Bei Ihrem Frisör? Alles Unsinn:

  1. Radio ist analog und UKW. (Hartnäckig.)
  2. DAB+ wird bemüht beworben. (Kennen aber nur Insider.)

Also was denn nun?

  • DAB? Gestorben, bevor es wirklich zu leben anfing.
  • DAB+, das „Digitalradio“ ist das Radio der Zukunft? Zweifel sind politically incorrect. Aber mit Verlaub: Die Einführung der CD verlief a bisserl dynamischer. (Zum Rückwärtsgang in Nordeuropa geht’s hier.)
  • DVB-T? DMB? DRM? Wer blickt noch die Drei-Buchstaben-Kürzel, die alle Digitalradio verheißen?

Dabei ist die Lage doch so einfach: Digitalradio ist längst breit etabliert, wird massenhaft genutzt, erfreut sich gerade bei der Jugend großer Beliebtheit: ¡Viva Internetradio!

Gerade junge Leute hören Radio als Internetstream

Gerade junge Leute hören Radio als Internetstream

Und jetzt die Kritiker:

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Wie sicher ist die Netzkommunikation? – Empfehlungen der Electronic Frontier Foundation (EFF)

Wer Internet-Banking macht, braucht zuverlässige Verbindungen. Wer sich vom Arbeitsplatz aus im Netzwerk anmeldet ebenso. Und auch Kinder, die sich mit ihren Freunden auf den diversen Kommunikationsspielwiesen austauschen sind auf Integrität und Datenschutz angewiesen: Passwort-Klau gilt auf dem Schulhof als „Sport“, Gemeinheiten wie Mobbing und Erpressung sind die Folgen, wenn der Zugang zur Lieblingsplattform gekapert wurde. Kein Wunder also, dass Protokollnamen wie „https“ nicht nur von Nerds auf den Lippen getragen werden, das Wörtchen Datenschutz ist nach einem gewissen Tief fast wieder salonfähig geworden und auch wir hier im Blog haben uns schon mehrfach des Themas angenommen (1, 2).

Schwierig nur, die Spreu vom Weizen zu trennen:  → Fortsetzung

SMS goes WhatsApp goes … ?

Bei meinem Zahnarzt steht noch ein Fernsprechtischapparat 01 LX von der Deutschen Bundespost. Darauf der deutlich verblichene Werbekleber „Ruf doch mal an“. Wir lächeln über das Arrangement aus einer anderen Zeit. Doch jetzt ist die SMS dran: Meine Kinder nutzen sie schon nicht mehr, ihr Grabgesang ist intoniert in IP-Moll, dirigiert von Koum und Acton. Die beiden Herren haben vor fünf Jahren WhatsApp an den Start gebracht – zum Jahresende werden sie um 19 Milliarden US-Dollar aus dem Hause Facebook reicher sein. Koum und Acton schreiben Geschichte: Mobilfunkfirmen werden zu IP-Lieferanten, Kurznachrichten und zukünftig auch Sprachtelefonie gehen über „das Netz“ – via WhatsApp alias Facebook. Eigentlich prima, gäbe es da nicht einen Schönheitsfehler: Der Facebook-Server liest permanent mit, hört mit, speichert. Manche stört das, sie rufen „Threema“ und „Textsecure“. Wir haben die sicheren Alternativen angeschaut.

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Sichere Kommunikation im unsicheren Internet: Darf ich Homebanking?

„Datenschutz“ – das klingt nach Spaßbremse und Rückwärtsgewandtheit. Vom „Ende der Privatsphäre“ schreibt das Feuilleton in seiner ganzen Vielfalt von FAZ bis JW. „Privatsphäre ist ein Ding von gestern, das keinen mehr interessiert“ glaubt Facebook-/Whatsapp-Boss Mark Zuckerberg. Seine Behauptung ist Fundament seiner Aktienmilliarden. Das ist genauso offensichtlich wie die Tatsache, dass Zuckerberg irrt. Spätestens beim Geld hört der Spaß mit dem digitalen Voyeurismus nämlich recht schnell auf.

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Bezahlen mit # statt mit €

 

Ist Bitcoin die Zukunft der Währung – oder ein großer Finanzbetrug? Darüber wird in Artikeln, auf Podien, in Internet-Foren und Tech-Podcasts lautstark gestritten. Dieser Streit überdeckt jedoch die Tatsache, dass sich in der Welt des elektronischen Bezahlens derzeit viel tut. Eine Übersicht. Weiter lesen