SMS goes WhatsApp goes … ?

Bei meinem Zahnarzt steht noch ein Fernsprechtischapparat 01 LX von der Deutschen Bundespost. Darauf der deutlich verblichene Werbekleber „Ruf doch mal an“. Wir lächeln über das Arrangement aus einer anderen Zeit. Doch jetzt ist die SMS dran: Meine Kinder nutzen sie schon nicht mehr, ihr Grabgesang ist intoniert in IP-Moll, dirigiert von Koum und Acton. Die beiden Herren haben vor fünf Jahren WhatsApp an den Start gebracht – zum Jahresende werden sie um 19 Milliarden US-Dollar aus dem Hause Facebook reicher sein. Koum und Acton schreiben Geschichte: Mobilfunkfirmen werden zu IP-Lieferanten, Kurznachrichten und zukünftig auch Sprachtelefonie gehen über „das Netz“ – via WhatsApp alias Facebook. Eigentlich prima, gäbe es da nicht einen Schönheitsfehler: Der Facebook-Server liest permanent mit, hört mit, speichert. Manche stört das, sie rufen „Threema“ und „Textsecure“. Wir haben die sicheren Alternativen angeschaut.

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Wie kommt eigentlich das Internet in den Zug?

Bahnfahrer kennen das Drama: Kaum ist das Buch aufgeschlagen beginnt irgend jemand im Großraumabteil zu telefonieren. Man fühlt sich gezwungenermaßen hineingezogen in die Niederungen desolater Beziehungs-Geflechte oder die Geschäftsanbahnung aufgeregt plappernder Möchtegern-Startups. Wie schön, wenn dann das verzweifelte und nochmals lautere „Hallo? Hallo?“ andeutet, dass die Technik dem Treiben ein Ende gesetzt hat und nun Ruhe einkehren wird. Mobilfunk auf der Gartenterrasse ist nicht vergleichbar mit einer Funkverbindung im ICE. Aussetzer, Verbindungsabbrüche und instabile Datenraten beim Surfen gehören dazu. Laut den Standards des Europäischen Instituts für Telekommunikationsnormen (ETSI) geht mobiles Internet zwar auch bei Geschwindigkeiten bis 250 km/h, wer öfters im ICE unterwegs ist, stand aber sicherlich schon einmal nachdenklich vor der Werbetafel, die WLAN im Zug verheißt. Fragt sich nur: Wie kommt das Internet eigentlich in den Zug?  → weiter

Letzte Woche „Im Netz“

Mittwoch: Themenabend im Ersten über das Netz, eigentlich über Das Netz – also nicht irgendeine x-beliebige Matrix, sondern eben DAS Netz, das Netz der Netze, das Zwischennetz, das … ja, das Internet. Schon am 10. März hatten uns die Hamburger Tatort-Kommissare Nick Tschiller und Yalcin Gümer die Wunder moderner Zugangstechnik bewundern lassen: live-Videostreams aus Gümers Wohnung drahtlos ins Krankenhaus, ohne Latenz und in Heimkinoqualität – so schön …→

Das Wo-LAN

Es gibt Fragen, die sind einfach verpönt: Stell Dir vor, Du stehst auf dem Event für Mobilkommunikation und dich quält eine ganz triviale Frage: Wie soll dieser ganze Schnickschnack, der hier auf einem Messegelände am Rande von Barcelona präsentiert wird, gleichzeitig Surfen, Twittern und Youtuben können, welches Netz soll diesen Gerätepark mit Echtzeit-Infos und ruckelfreien Bildern beliefern? Weiter lesen